Pressemeldung vom 21.02.2025 - Landsberg
Azubis als Botschafter für Ausbildung gesucht
Seit 2015 sind die IHK Ausbildungsscouts als Botschafterinnen und Botschafter für die duale Ausbildung an Schulen in ganz Bayern unterwegs. Die Scouts, Azubis aus Ausbildungsbetrieben in der Region, besuchen drei bis fünf Mal im Jahr Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Dort stellen sie ihre Berufe vor und berichten über ihre Erfahrungen in Betrieb und Berufsschule. Es geht aber auch darum, warum sie sich für eine Ausbildung entschieden haben und welche Perspektiven sie nach dem Ausbildungsabschluss haben.
Jugendliche fürs Unternehmertum begeistern: Das IHK StartUp School Cup-Projekt
„Die Besuche unserer Scouts kommen bei den Jugendlichen sehr gut an. Den Schülerinnen und Schülern gefällt es, sich offen und ungezwungen mit nahezu Gleichaltrigen darüber auszutauschen, was sie nach der Schule machen können. Viele wissen oft gar nicht, wohin oder auch wie sie sich orientieren sollen“, erläuterte Matthias Kaiser, Bildungsberater bei der IHK-Geschäftsstelle Weilheim. Im Moment engagieren sich sieben Ausbildungsbetriebe aus dem Landkreis Landsberg in dem Projekt. 18 Azubis sind an sechs Schulen regelmäßig im Einsatz. Laut Kaiser dürfen es gern noch mehr werden – sowohl bei den Ausbildungsscouts selbst als auch bei den beteiligten Schulen.
„Azubis sind eine sehr wichtige Säule für unsere Betriebe, wenn es um die Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses geht. Immer mehr Babyboomer wechseln in den Ruhestand, weswegen nahezu jeder Betrieb vor der Herausforderung steht, diese Lücken adäquat zu füllen“, ergänzte Reinhard Häckl, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landsberg am Lech. „Da können eigene Azubis als Ausbildungsscouts kräftig die Werbetrommel für die Ausbildung im Unternehmen rühren“, meint er.
Unterhaltsam aufbereitet stellte Carmen Schwarz, Auszubildende zur Industriekauffrau bei der Delo Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA in Windach, ihre Arbeit als IHK Ausbildungsscout vor. Die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses erlebten aus der Schülerperspektive den Vortrag, wie sie ihn im Berufsorientierungsunterricht hält. „Bei den Schulbesuchen schicken wir immer zwei Azubis in die Klassen – einen aus dem kaufmännischen und einen aus dem gewerblich-technischen Bereich. So können wir die Vielfalt der Berufe zumindest ein bisschen vermitteln“, erläuterte Bildungsberater Kaiser. „Für die Scouts ist es eine ausgezeichnete Gelegenheit, ein Stück an sich selbst zu wachsen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.“ Alle Infos zum Projekt unter www.ihk-muenchen.de/ausbildungsscouts/ .
Jugendliche für Unternehmertum begeistern: Der IHK-StartUp School Cup
Ein ebenfalls an den Schulen der Region beheimatetes Projekt stellte Benedict Padberg, IT-Unternehmer aus dem Landkreis Starnberg und Mitglied des dortigen IHK-Regionalausschusses, vor. An acht Gymnasien findet seit 2022 der Wettbewerb für den sogenannten IHK-StartUp School Cup statt. Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts begleiten Unternehmerinnen und Unternehmer als Coaches Schülerteams der 10. Klassen. Diese Teams gründen fiktive Start-up-Unternehmen, entwickeln eine Geschäftsidee, deren Tauglichkeit und Umsetzbarkeit sie gemeinsam mit ihrem Coach auf Herz und Nieren prüfen. „Mit dem StartUp School Cup wollen wir jungen Erwachsenen nahebringen, wie spannend es ist, ein Unternehmen zu gründen, eine eigene Idee zu verwirklichen, eine Vision zu verfolgen. Dafür braucht es Unternehmergeist und Teamwork“, berichtet Padberg, der das Projekt mit initiiert hat. „Es ist jedes Jahr aufs Neue bereichernd, wie kreativ die jungen Köpfe an diese Aufgabe herangehen und was sie Tolles hervorbringen. Wir sind überzeugt, dass die Schüler diese Erfahrungen mit in die Zukunft nehmen, so dass sie später auch Früchte in Sachen Unternehmertum tragen“, so Padberg weiter. „Das Potenzial, das in unseren Jugendlichen schlummert, darf unserer Wirtschaft und unserem Standort einfach nicht verloren gehen. Wir brauchen auch in der Unternehmerschaft frische neue Köpfe sowie kluge und innovative Ideen.“
Ziel von Padberg ist es jetzt, das Projekt des IHK-StartUp School Cup an Schulen in den Nachbarlandkreisen weiterzutragen. Zur Unterstützung braucht es entsprechend mehr Coaches aus der Unternehmerschaft. Aktuell unterstützen 50 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis Starnberg das Projekt. Sie betreuen in
39 Klassen an acht Gymnasien fast 1.000 Schülerinnen und Schüler. Darunter ist auch das Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien. Padberg lud die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses ein, sich ein eigenes Bild von diesem Wettbewerb zu machen, um im neuen Schuljahr vielleicht selbst als Coach einzusteigen.
Am 28. Mai 2025 findet im Veranstaltungsforum Fürstenfeld erstmalig der Regionalwettbewerb statt. Bei diesem stellen die Sieger-Teams aus den heuer acht beteiligten Schulen ihr jeweiliges StartUp-Projekt vor. Eine Jury mit Vertretern aus Schule und Wirtschaft wird dann den regionalen Sieger küren.
Bildunterschrift: Azubine Carmen Schwarz stellt den Einsatz der IHK-Ausbildungsscouts als Botschafter für die Berufsausbildung vor. (Copyright: IHK)